Postkarte, 3 Soldaten mit 38 cm-Granate, Mitte Karl Heusel aus Kusterdingen. (21.11.1893-10.10.1976)
Die Granate ist beschriftet: „So liebliche kleine Dinger aus England, 38 cm …“
Teil 2 der „Ernst vom Grieß“- Kollektion
(Bilder: Erich Holder von Schulausflügen oder Schullandheimaufenthalten mit Klassenkameraden/innen von Ernst vom Grieß vom Jahrgang 1955)

Ausflug der 9. Klässler der Uhlandschule zur Pfullinger Unterhos, 1970. Mit dabei als Schüler Ernst vom Grieß und als Klassenlehrer Erich Holder.
…heute mit Pool-Bildern aus dem Jahre 1970 von Erich Holder.
Schulausflug oder gar ein Schullandheimaufenthalt in der neunten Klasse der Uhlandschule, so viel wissen wir schon von Ernst vom Grieß. Klassenlehrer war damals Erich Holder.
Leider enthalten die mir vorliegenden (digitalisierten) Bilder kein Datum und auch keinen Kommentar. So wollen wir es einmal den Blog-Lesern überlassen, hier unter Kommentar noch Ergänzungen dazu zu schreiben.
Jahrgang 1955 bzw. Klasse 9 im Schulhof der Uhlandschule Wannweil, 1970, Bilder von Erich Holder.
Volker Steinmaier
Feldpostkarte Foto: Verwundete gefangene Franzosen in Münsingen.
Postkarte von Ludwig Gutbrod Reutlingen, Ottilienstr. 12 an Landwehrmann Martin Knoblich Schweinfurt, Reserve-Lazarett.
Reutlingen, 22. September 1914, Lieber Schwager! Da Du schon so lange fort bist und die Versprechen mir einmal zu schreiben bis jetzt nocht eingelöst hast, sind wir begreiflicher Weise in Sorge wie es Dir geht, insbesondere, wenn wieder eine Hiobsbotschaft kommt. Ich bitte Dich deshalb um Mitteilung, insbesondere über den Verlauf Deiner Heilung und wünsche Dir von Herzen gute Besserung. Herzlich grüßt Dich Dein Schwager Ludwig mit Familie.
Was bleibt, ist die Erinnerung an alte Traditionen und an den schwäbischen Dialekt des Ähne.
Wenn das Mostfass nicht mehr “lauft” sagt der Ähne: jetzt müsse mir in den Kear und das Fass gäge. Es wird vorsichtig in Schräglage gebracht dass auch der letzte räse Mostrest den Weg aus dem Faßhahnen findet. Wenn der Ähne ein “Gäger” ist, muß das Faß bälder gegägt werden, dafür gerät der Ähne öfters in Schräglage und muß aufpassen dass er nicht “umgägt”. Hat der Bub argen Durst, sagt die Mutter: Bua gäg den Most et so na, trink au gstät.
Die Mosterei der Dahrlehenskasse hatte mehrere Handwagen mit eisenbeschlagenen Rädern und aufmontierten Holzfässern. Damit konnte der frisch gepresste Saft von der Mostete nach Hause gekarrt werden. Wer nicht gerade im Tal wohnte, brauchte kräftige Helfer zum schalten (schieben) des schweren Mostwagens. Dafür brauchte man an dem am Hang stehenden Wagen das Fass nicht gägen, wenn in dem roten Gummischlauch der Saft in den Keller rann. Noch früher trug man den Saft in Eimern in den Keller und füllte das Eichenfass mittels des Drächters. (Trichter)
Kommt der beladene Wagen an einer Anwand zum kippen ist er umgegägt. Wenn der Bauer durch Unvorsichtigkeit das Kippen herbeiführte, hat er den Wagen “umgekeit”.
Bürgermeister Willy Obermüller überreicht Karl Konzelmann die Verleihungsurkunde
Conzelmann erhält von der Gemeinde Wannweil das Ehrenbürgerrecht. Anläßlich seines 80. Geburtstages und des 40. Jahrestages der Betriebsgründung wird im Stammwerk Tailfingen eine Feier abgehalten.
Der Geschäftsführer der Wannweiler Fabrik, Dr. Helmut Klink, (rechts) *21.9.1921, Schwiegersohn von K. Conzelmann, im Gespräch mit BM Obermüller aus Wannweil.
Anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Eisenbahn in Wannweil 1861 – 2011“ fand am 09. Januar 2011 im Rathaus Wannweil eine Fotoausstellung „Alltag an der Strecke – Botho Walldorfs Fotografien von der Hohenzollerischen Landesbahn 1960 – 1970 “ statt.
Alle dargestellten Bahnfahrzeuge sind schon durch Wannweil gefahren.
In der Ausstellung waren 60 Fotos zur Geschichte der Hohenzollerischen Landesbahn zu sehen. Der Landesbahnkenner Botho Walldorf, der heute in Wannweil lebt, hat die Fotos vom Plandampfbetrieb während seiner Schulzeit in den 1960er Jahren gemacht. Die Dampflokomotiven Betriebsnummer 15 (1940 bis 1965) und 21 (1914 bis 1963) wurden von der Maschinenfabrik Esslingen erbaut. Nur wenige Fotos sind von deren Einsatz im Bahnbetrieb vorhanden. Zahlreiche handwerkliche Tätigkeiten, wie Anheizen einer Dampflok, Wasser und Kohle fassen, Dampfheizung ausblasen Feuerputzen, Rohre blasen und Rohre walzen wurden gezeigt. Das waren personalintensive Arbeiten, die sehr schmutzig waren. Deswegen wurde in den 1960er Jahren darauf gedrängt, die heute so romantischen Dampfloks abzuschaffen. Die anfallende Schlacke wurde in den 1950er Jahren als Isolationsmaterial in Neubauten sehr begehrt, heute gilt das als Sondermüll. Fotos von den einstigen Dampflok-Bahnbetriebswerken Tübingen und Reutlingen sowie Altbau-E-Loks vom Sommer 1960 ergänzten die Ausstellung.
Es gibt auch einen Bildband zur Fotoausstellung „Die Hohenzollerische Landesbahn im 20. Jahrhundert“ von Botho Walldorf zu beziehen in jeder Buchhandlung beim Sutton-Verlag Erfurt für 18.- EUR.

Die abgedruckten Fotos entstanden im Bahnhof Gammertingen im Jahre 1931. Dampflok Nr. 4 gehörte zur Erstausstattung der Hohenzollerischen Landesbahn (HzL). Sie war von 1901 bis 1958 in Betrieb. Der Packwagen und der Personenwagen wurden 1901 bei der Waggonfabrik Beuchelt, Grünberg in Schlesien erbaut. Diese Waggons sind auch 2010 im denkmalgeschützten Hohenzollernzug der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen (GES) betriebsfähig vorhanden.
Beim Kohlen ausladen auf Bahnhof Gammertingen am Ladegleis mit dem Pferdefuhrwerk des Karl Reiser (1907 bis 1957), genannt „Mühle-Karl“ von der Unteren Mühle. 2010 wird die Gammertinger „Ladestraße“ kaum mehr zum Güterumschlag genutzt.