Archiv der Kategorie: Unsere Gegenwart

Karfreitag 2015, Blick nach Ostern

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Blick nach Osten.

Der Blick nach Osten verbindet uns mit Ostern. Hier die aufgehende Sonne über der Johanneskirche.  An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu.  Nach altem Glauben wird man am Ostermorgen die Sonne  beim Aufgehen, aus Freude am Auferstandenen, dreimal hüpfen sehen.  Die Namensbedeutung von Osten und Ostern kann man durchaus mit dem Namen der Göttin der Morgenröte, Aurora, in Verbindung bringen.

Das Foto unten zeigt den Wannweiler Mädchenkreis um 1935 am Ostermorgen. Sie begrüßten, vermutlich auf der Degerschlachter Höhe, die aufgehende Sonne.  Organisiert wurde dieser Spaziergang von Frau Bausch, der Frau des damaligen Pfarrers. Dass sie die Ostersonne mit einem Auferstehungslied begrüßten, sieht man an den mitgeführten Gesangbüchern.  Abgebildet sind neben den beiden Leiterinnen, in denen ich Anna Hipp geb. Rein (1883-1977) und Thekla Schenkel ( 1897-1987) erkenne, junge Frauen der Jahrgänge 1910 bis 1920.

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Stellenausschreibung technische/r Mitarbeiter/in, Architekt/Architektin

Gemeinde Wannweil
Landkreis Reutlingen

Bei der Gemeinde Wannweil, Landkreis Reutlingen (ca. 5.200 Einwohner) ist die Stelle einer/eines

technischen Mitarbeiters/in
Architekten/Architektin

in unserem Ortsbauamt in Teilzeit (50 %) zu besetzen.

Ihre Aufgaben sind insbesondere:

  • Technische Verwaltung der bebauten Liegenschaften
  • Planung, Bauleitung und Abrechnung von Bauunterhaltungsmaßnahmen, Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Kostenschätzungen
  • Steuerung und Controlling von Fremddienstleistungen, insbesondere im Wartungsbereich der technischen Anlagen
  • Koordination der Hausmeisterdienste
  • Federführung Energy Award
  • Energieverbrauchskontrolle

 

Änderungen des Aufgabengebietes sind möglich.

Wir erwarten von Ihnen:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschul-/Fachhochschulstudium der Fachrichtung Bauingenieurwesen/Architektur oder den Abschluss als staatlich geprüfte/r Bautechniker/in bzw. den Abschluss einer gleichwertigen Ausbildung
  • Kenntnissee im Bereich der HOAI, VOB sowie einschlägiger Vorschriften und Richtlinien
  • Kenntnisse in der Ausführungsplanung
  • selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • eine rasche Auffassungsgabe
  • Zuverlässigkeit und sicheres Auftreten

Wir bieten Ihnen:

  • ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet
  • einen unbefristeten Arbeitsvertrag
  • eine Eingruppierung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (bis TVöD 9)

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bitte schriftlich bis zum  6. März 2015 mit Ihren aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bei der Gemeinde Wannweil, Hauptstraße 11, 72827 Wannweil. Für Fragen und Auskünfte steht Ihnen unsere Leiterin des Ortsbauamtes, Frau Mergenthaler, 0 71 21/95 85-41, gerne zur Verfügung. Wir freuen uns, sie kennen zu lernen.

Markungsputzete

Reitverein_P1010623Markungsputzete am 28. Februar 2015

Der Frühjahrsputz in Wald und Flur hat in Wannweil eine lange Tradition. Bürger­innen und Bürger treffen sich zu­sammen mit freiwilligen Helfern aus örtlichen Vereinen und Organisationen gemeinsam, um den Müll und Unrat auf unserer Gemarkung zu beseitigen.

Die diesjährige Markungsputzete findet am Samstag, 28. Februar 2015 um 9.30 Uhr statt (Ausweich­termin Samstag, 7. März 2015).

 

Alle Helfer erwartet nach getaner Arbeit im Reiterstüble, im Sportheim oder im Züchterheim ein wohl­verdientes Vesper.

Krankenpflegeverein und Gemeindebücherei laden ein: Ein Wannweiler unterwegs

Arandis, eine Stadt mitten in der Wüste im Westen von Namibia. Arandis ist bankrott, der Staat weigert sich, weitere Zahlungen zu leisten. In dieser Situation übernimmtAltbürgermeister Rüdiger Scherret den Auftrag des SES (Senior Experten Service), ein Gutachten mit realistischen Handlungsempfehlungen zu erstellen, die aus der Misere herausführen sollen.

Der Empfang ist freundlich, aber dann?
In einem spannenden Vortrag erzählt Rüdiger Scherret von seinen Erlebnissen, die sich zu einer besonderen Herausforderung und einem großen Abenteuer entwickelten. Ergänzt wird der Vortrag durch Bilder von Reisen in diesem Land mit seinen herrlichen Landschaften, seiner vielfältigen Tierwelt und den Eingeborenen aus unterschiedlichsten Stämmen. Namibia war einst die deutsche Kolonie Südwestafrika. Noch immer gibt es vielfältige deutsche Spuren.
Dienstag, den 10. Februar 2015, 19.30 Uhr
in der Gemeindebücherei

Am 31. Januar war der letzte Arbeitstag in der Metzgerei Kern

Seit 142 Jahren in Familienbesitz endete nun diese Tradition. 35 Jahre haben Günther Kern und seine Frau Doris das Geschäft geführt, sein 1920 geborener Vater Walter, der noch bis ins hohe Alter mitarbeitete, brachte es auf 28 Betriebsjahre. Lange haben Günther und Doris Kern erfolglos nach einem Nachfolger gesucht. Jetzt haben sie sich dazu entschlossen, aufzuhören und das Geschäft zu schließen. Die Metzgerei Kern hatte am 31. Januar 2015 letztmals geöffnet. Die Familie Kern und ihre Mitarbeiter bedanken sich bei ihren Kunden für die jahrelange Treue.
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Günther und Doris Kern
Metzgerei Kern in Wannweil – Eine kleine Familien- und Betriebsgeschichte
Der Kirchentellinsfurter Metzger und Bäckersohn Christian Kern heiratete 1873 nach Wannweil. Mit seiner Frau, Margaretha Maria geb. Luz aus Altensteig betrieb er hier eine Metzgerei. Sohn Paul, das vierte von acht Kindern, erlernte auch das väterliche Handwerk und verheiratete sich 1912 mit der Bäckerstochter Emma Klett. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor. Sohn Walter, 1920 geboren, übernahm nach dem Krieg die väterliche Metzgerei und übergab den Betrieb vor etwa 35 Jahren an seinen einzigen Sohn Günther. Es ist beachtenswert, wenn ein Handwerksbetrieb über vier Generationen weitergereicht wird.
Die Geschichtswerkstatt konnte am 30. Dezember 2014 die Betriebsräume der Metzgerei besichtigen. Im Laden waren die langjährigen Fleischerei-Fachverkäuferinnen tätig. In der Wurstküche wurden gerade Maultaschen gekocht. Das Metzger-Ehepaar Kern erklärte bereitwillig die Funktionsweise der einzelnen Maschinen.
Das Schlachthaus ist seit 1995 nicht mehr in Betrieb. Durch die EU-Richtlinien lohnte sich auch für die Metzgerei Kern das Schlachten im eigenen Hause nicht mehr. Die relativ moderne Ausrüstung ist aber noch vorhanden.
Zwischen der Bäckerei Klett und der Metzgerei Kern stand das Haus des Schmieds Gaiser, dessen Bauplatz die Nachbarn Klett und Kern je zur Hälfte zur Erweiterung ihrer Betriebe nutzten. Das Haus des Schmieds Gaiser wurde um 1975 abgebrochen.
Aber nicht nur der Einblick in die Betriebsräume war interessant. Metzgermeister Kern berichtete von einer Holzhütte an der Echaz. Dort wurden die Sauen eingesperrt. Montags wurden die Schweine geschlachtet. Dienstags waren die Rinder an der Reihe. Natürlich kam das Schlachtvieh aus Wannweil und den umliegenden Dörfern. Lange Transporte gab es nicht. Metzgermeister Kern betrieb etwa 10 Kühlmaschinen mit Wärmerückgewinnung.
Ein unscheinbarer Wasserhahn auf dem – auf der anderen Seite der Hauptstraße liegenden – Kundenparkplatz der Metzgerei Kern erinnert noch daran, dass damals die Viehanhänger noch mit Wasser gereinigt wurden. Heute kann sich niemand mehr vorstellen, wie mitten im Ort Vieh zum Schlachten transportiert wurde. Das Brüllen des Schlachtviehs gehörte natürlich damals genauso dazu wie heute der Autoverkehr, der in den letzten Jahrzehnten immer mehr zugenommen hat.
Geschichtswerkstatt Wannweil (Botho Walldorf, Walter Ott, Volker Steinmaier)