
Mit modernen Landmaschinen gibt es im Herbst 2026, „ein Stück“. Hier im Gewann Ob der Klingwiese neben dem Beckenried.

Um 1930 sah man tagsüber Frauen auf dem Feld beim Hacken, die Männer gingen ihrem Handwerk nach oder arbeiteten in der Fabrik. Auf diesem Foto hat der Fotograf Großtante, Mutter und Tochter auf den Klingwiesen beim Arbeiten auf ihrem Acker festgehalten.
Das gute Wannweiler Ackerland liegt traditionell auf der Degerschlachter Höhe. Während die Wiesen im Echaztal einst regelmäßig bewässert und vom Hochwasser überschwemmt wurden – was für fettes Gras und ertragreiches Heu sorgte –, gediehen an den Hanglagen prächtige Obstbäume. Äpfel und Birnen für den Most sowie Zwetschgen für das edle Obstwasser prägten das Landschaftsbild, nachdem der Weinbau bereits im 18. Jahrhundert aufgegeben worden war. Für diese fruchtbaren Böden auf der Höhe nahmen die Bauern das mühsame Fuhrwerken mit Kuh- und Pferdegespannen gerne in Kauf, um im Frühjahr den Mist auszubringen und im Herbst die Ernte einzufahren. Einzelne Birnbäume spendeten Mensch und Tier dabei willkommenen Schatten.
Mit dem späteren Niedergang der klassischen Landwirtschaft erkannten Erwerbsgärtner die hohe Bodenqualität und siedelten sich an. Doch die Zeiten haben sich geändert: Nicht die Güte des Bodens hat nachgelassen, sondern die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen es den heutigen Gärtnereibetrieben zunehmend schwer, sich am Markt zu behaupten.