Kehrwoche

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So geht´s schneller. Teamarbeit beim Hausputz. Die Hauptakteurin Luise Thumm hat sich ein Kopftuch umgebunden und sich mit dem Reisstrohbesen bewaffnet.  Maria Lumpp verh. Gaiser (1904-1984) schnappte sich den Kehrwisch  und Luises Kusine Frida Thumm verh. Mayer (1905-1993) traktiert die Fußmatte. Das Reinigungsobjekt steht heute allerdings in Kirchentellinsfurt in der Wannweiler Straße. Ab 1. April 1936 wurde ein Teil der Wannweiler Markung dem Ort Kirchentellinsfurt zugeschlagen. Betroffen waren insbesondere der K’furter Bahnhof sowie die Häuser im sogenannten ‚Täle‘,(Bahnhofstraße, Wannweiler Straße) und die Bahnhofswirtschaft.

Unterwegs gesehen

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Dieses Fahrzeug fanden wir bei der Markungsputzete leider nicht.
Wir fanden es im Album von Richard Rilling. Er war als Chef-Fahrer für die Spinnerei unterwegs und hat viel gesehen. Was hier passiert ist, wissen wir nicht.

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PKW von Fabrikant Richard Burkhardt mit Chauffeur Richard Rilling (3. von rechts) und Kameraden. Richard Rilling, (1930-1970)   war vom Juni 1930 bis Juni 1964 bei der Spinnerei beschäftigt.

In fünf Jahren haben wir ein ganzes Auto zusammen

66 kleine und große Helfer waren bei der Herbst-Markungsputzete im Einsatz

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Unter dem Motto „Noch einmal großreinemachen, bevor es kalt wird. Es wird Zeit für den Herbst-Kehraus“ wurde auf Anregung des NABU Wannweil heuer erstmals probiert, ob die Markungsputzete nicht dauerhaft auf den Herbst verlegen kann. Durch diese Aktion soll die Natur im Herbst von Unrat befreit werden, um die Tiere nicht während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr zu stören.

Genau 66 Leute waren der Bitte gefolgt, die Straßen, Wege und Felder vom Müll zu befreien. Bei Nieselwetter und Nebel machten sie sich – ausgestattet mit Eimern und Handschuhen – an die Arbeit, Wannweil herauszuputzen. Die zahlenmäßig größten Truppen bildeten der Förderverein der Uhlandschule (18), der NABU (13) und die Neuapostolische Kirche mit 11 Saubermännern und -frauen. Die Wannweiler Asylanten waren mit 10 Personen dabei.

Das Fazit nach getaner Arbeit? 600 Kilogramm Müll wurden innerhalb der Gemarkungsgrenzen eingesammelt, davon waren 400 Kilogramm Restmüll und 200 Kilogramm Metall.

„Die Zahlen sind logischerweise etwas geringer als im Frühjahr“, stellte Volker Steinmaier der Cheforganisator, der Markungsputzete fest. „Da sammelten wir noch 600 kg Restmüll und 200 kg Schwermetall. „Aber seither ist ja auch nur ein halbes Jahr vergangen und nicht wie sonst üblich, ein ganzes Jahr.

Kritisch betrachten die Verantwortlichen allerdings die Situation am Unteren Mühlweg. Dort hatten die Helfer alle Hände voll zu tun, um die Hinterlassenschaften der Lkw-Fahrer aufzusammeln. Getränkeflaschen in allen Größen, „Coffee to go“ Becher und zahlreiche Essensverpackungen der gängigen Fast-Food-Ketten säumten das Echazufer. Ganz übel sah es auch entlang der Kusterdinger Straße aus. Zahlreiche Autofahrer, die sich im Wald ungestört fühlen, hatten hier offensichtlich Unmengen von Restmüll abgeladen und in den Straßengraben gekippt.

Im Sammelbezirk des Fördervereins wurde eine ganze Reihe von verrosteten Tischen und Dachrinnen gefunden.

„In fünf Jahren haben wir ein ganzes Auto zusammen“, zeigt sich ein Helfer der Geschichtswerkstatt optimistisch. Autoreifen, Felgen, Radkappen, Spiegel, Warnleuchten, Spoiler, Scheibenwischer, Batterien und sogar eine Kofferraumwanne wurden schon gefunden. „Nur ein Lenkrad fehlt bisher noch in der Sammlung.“

Nach dem fleißigen Einsatz stärkte sich die große Helferschar auf Einladung der Gemeinde Wannweil bei einem Mittagessen, das der Förderverein der Uhlandschule in der Mensa angeboten hatte.

Die Wannweiler Vereinsvorstände werden in ihrer Sitzung am 5. November darüber befinden, ob die Putzete in Zukunft im Herbst oder wie bisher im Frühjahr durchgeführt wird. Die zahlreichen Schulkinder waren sich aber allesamt darüber einig: „Im Frühjahr ist es besser, weil man da den Müll gut sieht. In dem hohen Gras oder unter den zahlreichen Blättern konnte man heute den Unrat teilweise nur erahnen“.

10 Jahre Haus in der Dorfmitte in Wannweil

DSCF7310 DSCF7311 DSCF7312 DSCF7314 DSCF7316 DSCF7317Heute am Sonntag ging es los mit einem Sektempfang um 11.oo h im Gemeindehaus.Anschliessend gemeinsames Mittagessen mit den Bewohnern und Angehörigen des Pflegeheims. Ein Theaterstück bereicherte den Nachmittag. Gegen 15.ooh zog man um in das Plegeheim zu Kaffee und Kuchen. Fleissige Hände versorgten das vollbesetzte Foyer mit einem einem reichhaltigen Kuchenangebot bei dezenter Musik. Herzlichen Dank an alle Helfer und Kuchenspender.

Spinnerei Wannweil, die Kaminmaurer

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Spinnerei Wannweil, Kaminmaurer am Werk.

Von zwei gemauerten Schornsteinen wurde 1957 einer abgebrochen. Der andere wurde verkürzt und blieb bis heute (2015) erhalten. Bereits 1910 wurde von Pionieren ein 35 Meter hoher Schornstein gesprengt.

GEA vom 01.09.1910

. Samstag, 3. Oktober 2015

Die Aufnahme machte der Angestellte Helmut Kern von seinem Bürofenster aus. Er fotografierte mit einer gewöhnlichen Kamera durch ein Fernglas. Damit gelang ihm diese erstaunlich gute Teleaufnahme.

Spinnerei Wannweil, Betriebsausflug um 1935

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Betriebsausflug zum Bodensee.

Drei Trachtenträgerinnen vor einem Museumshaus im Pfahlbaumuseum  Unteruhldingen bei einem Betriebsausflug der Spinnerei und Weberei Wannweil.
Die Spinnereiarbeiterinnen Klara Lauxmann geb. Kächele (1910-2004)  ,Klara Rempfer (1910-2008) ,  Lydia Henninger geb.  Rilling (1913-2001)  zeigten stolz die Wannweiler Tracht, welche ihre Mütter noch regelmäßig trugen.
Das Pfahlbaumuseum mit den rekonstruierten Häusern wurde 1922 eröffnet.

 

Pfarrer Konrad Ludwig, 1928 – 2015

 

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Aufnahme in der Sakristei der Johanneskirche Wannweil, vor dem Gottesdienst am 24.Juni 1990

Am 29. August 2015 ist Pfarrer Konrad Ludwig in Loßburg verstorben und wurde dort beerdigt. Er war Pfarrer in Wannweil von 1978 bis 1990.

Ludwig‚ Konrad, geb. 25.03.1928 in Geißlingen/Steige – Aufhausen. Verheiratet mit Elisabeth geb. Stichler. Zwei Kinder: Martin  und Dorothee . Ausbildung: Studium zwischen 1945 und 1950 in Tübingen, Bonn und Zürich. Seit Frühjahr 1950 im Kirchendienst, zuerst 6 Jahre als Vikar (darunter 1954/55 in Mauerkirchen, Oberösterreich). 1956- 63 .Pfarrer in Rötenberg Dek. Sulz/N; 1963-1972 Militärpfarrer (Ev. Standortpfarrer Meßstetten) in Meßstetten Kreis Balingen; 1972-1978 Pfarrer in Rottweil Dek. Tuttlingen (bis Mai 1972 auf der 2. Pfarrstelle, ab Juni 1972 auf der 1. Pfarrstelle). Seit 01.05.1978 Wannweil Dek. Reutlingen. Seit 1990 im Ruhestand in Loßburg.

Tag des offenen Denkmals am 13.09.2015 in der Alten Spinnerei

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Die heute noch intakte Technik des Wasserkraftwerks kann besichtigt werden. Es werden zwei Führungen angeboten. Beginn ist jeweils um 13 und um 15 Uhr.

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„Draußen in der Fabrik“- Diaschau der Geschichtswerktstatt (Walter Ott) im Batteurgebäude. Diese Diaschau wird in der Zeit von 11 bis 18 Uhr in regelmäßigen Abständen wiederholt. Das Batteurgebäude ist bestuhlt.

Kinderkarussell

Die Geschichtswerkstatt lässt für die Kinder ihr historisches Kinderkarussell laufen (11 bis 18 Uhr).

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Den fulminanten Schlusspunkt der Schau wird Hanna Herrlich und ihre Band setzen (17 bis 18 Uhr). Hanna Herrlich hat sicherlich herrliche Lieder und ihre Begeisterung im Gepäck. Die deutschsprachigen Liedermachersachen kommen direkt aus dem Leben und aus dem Herzen. „ Liedermachersachen, das klingt genauso wie ich es mir vorstelle: nach Liedern mit Herz und Kopf, einer Menge Spaß und Groove.“(Hanna Herrlich).

Wannweil – gestern und heute