Karfreitag 2015, Blick nach Ostern

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Blick nach Osten.

Der Blick nach Osten verbindet uns mit Ostern. Hier die aufgehende Sonne über der Johanneskirche.  An Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu.  Nach altem Glauben wird man am Ostermorgen die Sonne  beim Aufgehen, aus Freude am Auferstandenen, dreimal hüpfen sehen.  Die Namensbedeutung von Osten und Ostern kann man durchaus mit dem Namen der Göttin der Morgenröte, Aurora, in Verbindung bringen.

Das Foto unten zeigt den Wannweiler Mädchenkreis um 1935 am Ostermorgen. Sie begrüßten, vermutlich auf der Degerschlachter Höhe, die aufgehende Sonne.  Organisiert wurde dieser Spaziergang von Frau Bausch, der Frau des damaligen Pfarrers. Dass sie die Ostersonne mit einem Auferstehungslied begrüßten, sieht man an den mitgeführten Gesangbüchern.  Abgebildet sind neben den beiden Leiterinnen, in denen ich Anna Hipp geb. Rein (1883-1977) und Thekla Schenkel ( 1897-1987) erkenne, junge Frauen der Jahrgänge 1910 bis 1920.

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Der „Ebingerbrunnen“ um 1935

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Metzgermeister Adolf Ebinger sitzt auf dem Brunnenrohr und seine Freunde nehmen den Brunnen anderweitig in Beschlag. Am rechten Bildrand sieht man noch die Ladentür zur Metzgerei. Anstelle der Scheune wurde ein paar Jahre vorher ein neues Wohnhaus mit Geschäftsräumen im unteren Geschoß errichtet. Das alte Wohnhaus muss noch bis nach dem Krieg warten, um einem modernen Metzgerladen mit darüberliegender Wohnung zu weichen. Die Brunnenstraße,  in die wir hier blicken, verbindet die Dorfstraße mit der Eisenbahnstraße.

Blick in die Dorfstraße

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Auf dem gestern veröffentlichten Foto mit dem Zeppelin ist vom Bauernhaus des Christian Raiser nur die Scheunenhälfte abgebildet.
Hier nun ein Anschlußbild mit der Wohnhälfte. Wie damals gewollt ist der Stall unter der Wohnstube. Die Haustüre ist leider nicht abgebildet. Am Dachtrauf sieht man 4 Porzellanisolatoren, an welchen die nicht isolierten Freileitungen befestigt sind. Seit 1909 wurden in Wannweil Stromleitungen verlegt. Fließendes Wasser  gab es erst später, Trinkwasser für Mensch und Vieh spendete hier der laufende Brunnen.

Luftschiff Hindenburg über Wannweil

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Blick von der Brunnenstraße in die Dorfstraße.
In der Bildmitte der aufende Brunnen in der Dorfstraße, links die Metzgrei Ebinger, gegenüber die Bäckerei Kuttler und daneben die Scheune von Landwirt Christian Raiser. Über dem Haus Kuttler zeigt sich der Zeppelin.  Die Frau hinter dem Brunnen macht lange Schritte, sie rennt, weil sie den Zeppelin noch sehen möchte.

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In der Vergrößerung sind deutlich die damaligen Reichsflaggen am Heck zu erkennen. Die „Hindenburg “ erkennt man an der Fensterreihe hinter der Führergondel.  Im März 1936  wurde das Luftschiff fertiggestellt und an die Deutsche-Zeppelin-Rederei abgeliefert. Anschließend folgten verschiedene Propagandafahrten über Deutschland. bis zur Olympiade 1936. Wie allgemein bekannt, verunglückte das Schiff im Mai 1937. Metzgermeister Ebinger machte die Aufnahme vor seiner Haustüre.

 

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Hier sieht man den Zeppelin zwischen den Häusern von Gärtner Renz und Christian Raiser. Rechts das Haus von Küfer Rilling, welcher aus seiner Werkstatt eilte und am Zaun stehend dem Ereignis zusah. Der Mann in Bildmitte zeigt es dem Kind auf seinem Arm. Das Gebrumm der vier 16-Zylinder Dieselmotoren war bei dieser niedrigen Flughöhe nicht zu überhören. Die Hindenburg war etwa dreimal so lang wie ein Airbus 380.

Schulmädchen Jahrgänge 1874 bis 1877

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Schülerinnen mit Lehrer vor dem Wannweiler Schulhaus in der  Schulstraße
Die Aufnahme entstand um 1888. Das 1885 erbaute Schulhaus war damals das neue Schulhaus. 24 Mädchen blicken zur Kamera. Sieben tragen die Wannweiler Tracht. Das Mädchen neben dem Lehrer fällt durch das schöne Sonntagskleid mit Halsschmuck auf. Zu ihrer Linken steht Pauline Heusel (1874-1928) In der vorderen Reihe ganz links sitzt Pauline Wollpert (1877-1961).  Die zweite von rechts in der vorderen Reihe ist  Maria Walz (1876-1955). Ihre Nachkommen haben das Foto aufbewahrt. Die anderen Namen wird man nicht mehr herausfinden können.

 

 

Kinderfest am 16. Juni 1958

Am Sonntag, 15. Juni 1958 feierte der Musikverein 50jähriges Bestehen mit einem Fest mit Festumzug, am Montag nachmittag war das Gemeinde-Kinderfest mit Umzug und Festprogramm auf dem Sportplatz.

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Gemeindekinderfest am 16. Juni 1958, Festumzug, Pfarrer Ernst Schüle, Bürgermeister Willy Obermüller und Rektor Otto Kempf führen den Zug an. Im Hintergrund das Gasthaus zur Linde in der Hauptstraße, Wirtin war damals Klara Lumpp. Heute Lindenapotheke.

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Motiv „Rokoko“. Kostümierte Kindergruppe vor dem Abmarsch im Spinnereigelände.

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Motiv „Mittelalter“.
vorn von links: Gerhard Lehmann, ?, Jürgen Rempfer, Uli Stemmer

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Zur Wannweiler Tracht

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Aufnahme um 1940
Gertrud Reichart geb. Schindler (1914-1994) hat nie die Tracht im Original getragen. Sie hatte Freude daran und ließ sich hier von Ihrem Mann, dem Buchdrucker Paul Reichart fotografieren. Es ist eine frühe Farbaufnahme. Reichart war ein begeisterter Fotoamateur, das Fotografieren spielta ja auch in seinen Beruf hinein.
Eine Tracht war etwas sehr langlebiges und musste ein Leben lang halten. Die geschonte Sonntagstracht konnte oft in einem guten Zustand weitervererbt werden und wurde letztendlich von den „Nichttrachtträgerinnen“ gerne noch zu besonderen Anlässen getragen-wenn sie noch passte.

Die vollständige Tracht einer jungen Frau
Zur vollständigen Tracht gehören – mit dem nötigen Zubehör – mindestens acht Rocke:
der blaue Bändelrock, der Schnurrock, für den Sonntag der seidene Bändelrock, für das Sonndichobedhäs der Sametsperrlesrock, für den Werktag der schwarze Tuchrock in zweifacher Ausführung. Das scheint eine sehr kostspielige Sache zu sein. Es ist aber so: die Kleidung der Kinder unterscheidet sich von der der älteren Mädchen nur dadurch, daß sie in Stoff und Farbe einfacher ist.
Für die älteren Mädchen wird die Tracht nur nach und nach vervollständigt. Was sehr wesentlich ist: Nach der Heirat ändert sich die Tracht nicht! Die jungen Frauen tragen alles genau so, wie die Mädchen, je älter sie aber werden, desto dunklere Farben wählen sie für ihre Tracht.  Bei der Verheiratung werden die Frauen mit Röcken – darunter auch einigen schwarzen – so ausgestattet, daß sie zeitlebens, „auch wenn sie achtzig Jahre alt werden“, keine zu kaufen brauchen. Dazu kommt, daß die Tochter die Röcke der Mutter erbt. Sie hat also stets einen Vorrat. Erfüllt ein Rock seinen Zweck nicht mehr, so wird er einfach um eine Gebrauchsstufe herabgesetzt, bis er als Werktagsrock Verwendung findet. Beim Anfertigen der Tracht werden unnötige Kosten vermieden. Das Büble und den Rock näht der Schneider. Alles übrige aber fertigt man selbst an. „Eine richtige Bäuerin macht ihr Sach selbst“, ist Grundsatz. Zur Hilfe nimmt man eine „Nähere“ ins Haus.

 

 

Stellenausschreibung technische/r Mitarbeiter/in, Architekt/Architektin

Gemeinde Wannweil
Landkreis Reutlingen

Bei der Gemeinde Wannweil, Landkreis Reutlingen (ca. 5.200 Einwohner) ist die Stelle einer/eines

technischen Mitarbeiters/in
Architekten/Architektin

in unserem Ortsbauamt in Teilzeit (50 %) zu besetzen.

Ihre Aufgaben sind insbesondere:

  • Technische Verwaltung der bebauten Liegenschaften
  • Planung, Bauleitung und Abrechnung von Bauunterhaltungsmaßnahmen, Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Kostenschätzungen
  • Steuerung und Controlling von Fremddienstleistungen, insbesondere im Wartungsbereich der technischen Anlagen
  • Koordination der Hausmeisterdienste
  • Federführung Energy Award
  • Energieverbrauchskontrolle

 

Änderungen des Aufgabengebietes sind möglich.

Wir erwarten von Ihnen:

  • ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschul-/Fachhochschulstudium der Fachrichtung Bauingenieurwesen/Architektur oder den Abschluss als staatlich geprüfte/r Bautechniker/in bzw. den Abschluss einer gleichwertigen Ausbildung
  • Kenntnissee im Bereich der HOAI, VOB sowie einschlägiger Vorschriften und Richtlinien
  • Kenntnisse in der Ausführungsplanung
  • selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Teamfähigkeit
  • eine rasche Auffassungsgabe
  • Zuverlässigkeit und sicheres Auftreten

Wir bieten Ihnen:

  • ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet
  • einen unbefristeten Arbeitsvertrag
  • eine Eingruppierung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (bis TVöD 9)

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich bitte schriftlich bis zum  6. März 2015 mit Ihren aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bei der Gemeinde Wannweil, Hauptstraße 11, 72827 Wannweil. Für Fragen und Auskünfte steht Ihnen unsere Leiterin des Ortsbauamtes, Frau Mergenthaler, 0 71 21/95 85-41, gerne zur Verfügung. Wir freuen uns, sie kennen zu lernen.

Wannweil – gestern und heute