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Benefizkonzert für Berkovitza am 5. Dezember 2014, 19 Uhr im Gemeindehaus Wannweil

Benefizkonzert zugunsten der Hochwasserkatastrophe von Berkovitza/Bulgarien

Einlass: 18 Uhr. Eintritt frei/Spende erbeten.

Veranstalter sind der Weihnachstsmarktauschuss und der Förderverein der Uhlandschule Wannweil

Programm:

 

  • Flötengruppe und Chor der Uhlandschule
  • EchJazz Brass
  • Gitarrenensemble der Musikschule Kirchentellinsfurt
  • Jonglage-Gruppe der Uhlandschule
  • IZ´ Music (Elternakademie des Fördervereins der Uhlandschule)
  • Brigitte Häberli (Solistin), Friedemann Treutlein (Klavier)
  • Versteigerung von zwei Bildern der Künstlerin Margarete Wiegand
  • Finale mit mehreren beteiligten Musikgruppen

 Klang- und stimmungsvoller Konzertabend mit unseren örtlichen Musikgruppen

  •  Bürgermeisterin Anette Rösch und Maren Stanislaus informieren über die Hochwasserkatastrophe in Berkovitza
  • Die Moderation übernimmt Thomas Münch.
  • Unsere Solistin Brigitte Häberli ist Chorleiterin des Kath. Kirchenchors und des Chores Choropax, Kirchentellinsfurt. Sie wird begleitet von dem bekannten Solopianisten, Kammermusiker und Liedbegleiter Friedemann Treutlein aus Reutlingen.
  • Lassen Sie sich verzaubern vom besten musikalischen Hand- und Mundwerk unserer örtlichen Musikgruppen!
  • Gönnen Sie sich in der Vorweihnachtszeit den Besuch dieses stimmungsvollen und abwechslungsreichen Konzertabends, bei dem Sie spätestens zum Finale eine Gänsehaut bekommen!

Benefizkonzert mit dem A-cappella-Quartett „Schellack“

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Swingin‘ Christmas. A-cappella-Konzert mit dem A-cappella-Quartett Schellack im Wannweiler Gemeindehaus. Sonntag, 30. November, 18 Uhr. Eintritt frei, Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Berkovitza/Bulgarien erbeten.

Swingin‘ Christmas ist der Titel des a-cappella-Konzerts, mit dem das Männerquartett Schellack am ersten Adventssonntag (30. November) vorweihnachtliche Stimmung ins Wannweiler Rathaus bringt. Auf dem Programm stehen jazzige und poppige, englische und amerikanische Weihnachtslieder. Ob „Stille Nacht“ in der englischen Variante oder humorige Titel wie „Santa Claus is coming to Town“ – bei Swingin‘ Christmas wechseln sich besinnliche und humorvolle Momente ab. Fürs leibliche Wohl ist mit Fingerfood und Getränken gesorgt.

 

Das Quartett Schellack

Ein Unternehmensberater, ein Lehrer, ein evangelischer Pfarrer und ein katholischer Theologe – kann das gut gehen? Ja, es geht. Den Beweis treten die vier Männer von Schellack an. „Wenn wir singen, soll das Spaß machen. Uns zumindest“, so lautet das Credo der Vier: Christoph Schweizer (Stuttgart), Peter Lorch (Baden-Baden), Michael Döller (Reutlingen) und Thomas Münch (Wannweil). Alle vier sind erfahrene Choristen, wechseln für „Schellack“ vom klassischen ins unterhaltsame Fach.

Programm Wannweiler Weihnachtsmarkt am 29.11.2014

Wannweiler Weihnachtsmarkt am 29.11.2014 auf dem Rathausplatz

 An dem Markt werden sich insgesamt 51 Anbieter beteiligen. Die Anbieter sind privat. Sie werden aus­schließlich selbst gebastelte bzw. selbst gefertigte Weihnachtsangebote verkaufen. „Gewerb­liche“ gibt es nicht.

  1. Der Weihnachtsmarkt beginnt um 12.00 Uhr und endet um 19.30 Uhr.
  2. Um den Markt noch interessanter zu gestalten, haben wir wieder ein abwechslungsreiches Unterhaltungs­programm auf die Beine gestellt, welches wir an dieser Stelle präsentieren:

Programm Weihnachtsmarkt

Rathaus

12:00 – 17:00 Kinderbasteln mit Christl Handl, „Filzen und Marmorieren“ Foyer
12:00 – 19:30 Ausstellung „Aquarell trifft Acryl“, Margarete Wiegand und Christel Winkler Foyer
14:00 – 17:00 Wannweiler Sternschnuppen: Ausgabe der Preise Kleiner Saal

 

 Marktplatz (am Brunnen)

14:00 – 14:30 Akkordeonclub „Quetschkommod“
14:45 Grußwort Bürgermeisterin Anette Rösch
15:00 – 15:30 Posaunenchor der Evang. Kirchengemeinde

 

Gemeindehaus Saal

15:45 – 16:15 Förderverein der Uhlandschule Wannweil: „Kasperle und der verzauberte Lebkuchen“ Saal

 

Platz vor dem Seniorenzentrum „Haus in der Dorfmitte“

12:00 – 19:30 Kinderkarussell mit der Geschichtswerkstatt
14:00 – 15:30 Ponyreiten mit dem Reitverein

 

Seniorenzentrum „Haus in der Dorfmitte“

12:00 – 19:30 kleine Krippenausstellung Foyer
14:30 – 14:40 Schattentheater der Uhlandschule Wannweil Café
15:00 – 15:10 Schattentheater der Uhlandschule Wannweil Café

 

Ev. Kirche

15:00 – 19:00 Raum der Stille in der Evang. Kirche (Musik, Meditation)
Lesungen ab 16 Uhr zu jeder vollen Stunde

 

Marktplatz (auf der Einfahrtstraße)

Abmarsch 17:00 Lampion und Fackelzug mit dem Nikolaus und der Pferdekutsche in den Wald beim Schützenhaus (Weihnachtsgeschichte mit dem Förder­verein der Uhlandschule, Posaunenklänge mit der „Seniorengruppe“ des Posaunenchors)

 

  1. Die Anbieter unterstützen in diesem Jahr zwei Projekte im Ausland:
  • Projekt von Markus und Maria zum Felde „Hilfe und Rehabilitation für behinderte Kinder aus Diqing/China“ und
  • Projekt von Maren Stanislaus zugunsten der Hochwasserkatastrophe in Berkovitza/Bulgarien.
  1. Alle Kinder, die sich zusammen mit dem Nikolaus an dem Lampion- und Fackelzug beteiligen wollen, können ihre eigenen Lampions mitbringen oder aber Fackeln am Stand von Tina Ulmer-Trauner (2,00 € pro Fackel) erwerben. Deren Stand mit der Nummer 22 finden Sie vor der Gemeindebücherei. Der Erlös aus dem Fackel­verkauf kommt ebenfalls dem unter Ziffer 4 genann­ten Projekt zugute.
  2. Gegen 17.00 Uhr fährt unser Nikolaus in seiner Pferdekutsche in den Wald. Alle Kinder, Eltern, Großeltern etc. folgen ihm mit Fackel oder Lampion. Am Waldrand beim Schützenhaus gibt es ein schönes Vorlesestück vom Förderverein der Uhlandschule.
  3. Die Nachbesprechung zum diesjährigen Weihnachtsmarkt wurde vom Weihnachtsmarkt­ausschuss auf Montag, 08.12.2014, 20.00 Uhr, Rathaus Wannweil, Kleiner Saal, terminiert. Es wird hierzu herzlich eingeladen.

Wannweil ist jetzt Zweiter! 319 Schulen machen. Jede Stimme zählt! Helft mit eurem Handy mit, dieses gute Ergebnis zu halten!

NIederseilparcours
Insgesamt beteiligen sich an dem  Wettbewerb der Spardabank Stiftung 319 Schulen. Wannweil liegt derzeit mit knappem Vorsprung auf dem 2. Platz. Helfen Sie mit dieses gute Ergebnis zu halten!
Bitte unterstützen Sie mit Ihren Stimmen die Finanzierung des
Niederseilparcours der Uhlandschule Wannweil!

Jede Stimme zählt! Jetzt abstimmen!

oder über
www.spardaimpuls.de, Menü „Schule“, „Uhlandschule Wannweil“
Leiten Sie bitte diesen Link an alle Ihre Freunde und Bekannte weiter.

  1. „Codes anfordern“ anklicken
  2. Mobilfunknummer eingeben und Sie erhalten kostenlos per SMS drei Abstimmungscodes
  3. Abstimmungscodes innerhalb von 48 Std. auf das Projekt der Uhlandschule Wannweil eingeben.

Jetzt abstimmen! JEDE Stimme zählt! Unserem neuen Niederseilparcours zuliebe!

IMG_2177_komprBewegungsfreundlicher Pausenhof/Niederseilparcours

Liebe Leser unseres Blogs,

ich darf Sie bitten, diese Blog-Beitrag an IhreBekannten und Freunde weiterzuleiten. Je mehr Personen (mit Handys) sich an dieser Aktion beteiligen, desto wahrscheinlicher wird es, dass der Förderverein der Uhlandschule seinem Traum, 2.500 € von der Sparda-Stiftung zu erhalten, näherkommt.

Der neue Niederseilparcours an der Uhlandschule kostete rund 34.000 €. Er ist vor zwei Wochen eingeweiht worden. Der Träger der Maßnahme, der Förderverein der Uhlandschule Wannweil, konnte mit Hilfe von zahlreichen Sponsoren beinahe alles finanzieren. Es fehlen aber noch rund 2.500 €.

Diesen Betrag können wir leicht verdienen, mit eurer/Ihrer Hilfe könnte das gelingen! Beim Wettbewerb „SpardaImpuls 2014“ gibt es für die ersten 10 Plätze zusätzlich zur „Erstförderung“ von 500 € (diesen Betrag haben wir bereits erhalten) noch 2.500 €. Falls wir unter den ersten 20 sind, immerhin noch 2.000 €.

Einfach abstimmen und damit 3 Stimmen für das Projekt sichern! Derzeit liegen wir auf dem 2. Platz von insgesamt 181 Projekten.
Wie die Onlineabstimmung tatsächlich funktioniert, erfahren hier.

http://www.spardaimpuls.de/profile/uhlandschule-wannweil/

Danke für das Mitmachen!

Online-Abstimmung für den Niederseilparcours an der Uhlandschule – Ihre Stimme unterstützt unser Projekt

Bewegungsfreundlicher Pausenhof/Niederseilparcours

Liebe Leser unseres Blogs,

vom 1. November 2014 bis zum 30. November 2014 läuft die Abstimmung zum Wettbewerb Sparda Impuls 2014: Wir engagieren uns für aktive Grundschulen.

Jetzt ist Ihre Stimme gefragt.

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Abstimmung die Finanzierung des Projekts der Uhlandschule Wannweil: Bewegungsfreundlicher Pausenhof/Niederseilparcours

Wie stimmt man ab?

Jeder Person stehen drei Abstimmcodes zur Verfügung, die per SMS an die vom Internetnutzer eingegebene Mobilfunknummer versendet werden.

Bitte beachten Sie: Nach Versand der SMS sind die Abstimmcodes 48 Stunden gültig.

Zur Teilnahme an der Abstimmung gibt der Nutzer auf dem Projektprofil der Uhlandschule Wannweil eine Mobilfunknummer ein. An diese wird eine SMS mit drei Abstimmcodes versendet. Die drei Abstimmcodes entsprechen drei Stimmen, die in den folgenden 48 Stunden des Anforderungszeitpunktes für die Uhlandschule abgegeben werden können.

Nur deutsche Mobilfunknummern können teilnehmen. Der SMS-Empfang innerhalb der EU ist kostenlos.

Über den nachstehenden Link werden Sie direkt auf das Projekt der Uhlandschule Wannweil geleitet.

http://www.spardaimpuls.de/profile/uhlandschule-wannweil/

Bitte leiten Sie diesen Link an alle Ihre Freunde und Bekannten mit der Bitte für die Uhlandschule Wannweil zu stimmen weiter. Jede Stimme zählt !!!

 

Mit freundlichen Grüßen

Volker Steinmaier,  Vorsitzender Förderverein der Uhlandschule
Beatrice Bantlin,  Schulleiterin Uhlandschule Wannweil
Klaus Brenzel,  Projektleiter Niederseilparcours

Die Gemeindebücherei Wannweil feiert 2014 ihr 90-jähriges Bestehen

Ein Beitrag der Geschichtswerkstatt Wannweil

In der maschinengeschriebenen Zanzinger-Chronik von 1935, dem unveröffentlichten Standard-Werk der Wannweiler Ortsgeschichte, findet sich ein Hinweis, dass die Gemeinde- oder Ortsbücherei 1924 von Oberlehrer Michael Saur ins Leben gerufen wurde. Eine so wichtige Angelegenheit ist natürlich im Gemeinderat erörtert worden, schließlich war Oberlehrer Saur, der manchen älteren Wannweilern noch persönlich bekannt ist, auch Mitglied dieses Gremiums von 1924 bis 1933.

Zur Gründung der Ortsbücherei Wannweil im Oktober 1924

Oberlehrer Michael Saurs überdurchschnittliches Engagement als Pädagoge fand in der Initiative zur Gründung der Ortsbücherei ihren Ausdruck. So findet sich unter dem 8. Oktober 1924 in den handgeschriebenen Gemeinderats­protokollen (Band B 335), dass auf Vorschlag von Oberlehrer Saur eine Gemeindebücherei eingerichtet werden soll. Das Inventar der Bücherei soll nur aus neuzeitlichen Büchern bestehen. In den dem zugehörigen Band B 127 – Rechnungsbelege aus dem Jahre 1924 – fanden sich die Statuten eines neu gegründeten Lesevereins. Bereits am 24. April 1925 nimmt der Gemeinderat zur Kenntnis, dass die Gemeindebücherei allgemein sehr gut besucht wird. Leider geht aus den Gemeinderatsprotokollen nicht hervor, an welchem Ort sich die Ortsbücherei befand.

Leseordnung der Gemeindebücherei Wannweil vom 9. Oktober 1924

Am 9. Oktober 1924 stellte der Wannweiler Oberlehrer Saur folgende „Leseordnung der Gemeindebücherei Wannweil“ auf: (hier gekürzt veröffentlicht):

  • Mitglied kann jeder Einwohner der Gemeinde Wannweil werden, sofern er sich zur Einhaltung der Leseordnung verpflichtet.
  • Die Aufnahme erfolgt gegen eine einmalige Gebühr von 25 Pfennigen.
  • Eine Leihgebühr wird nicht erhoben.
  • Die Leihfrist beträgt 4 Wochen.
  • Mit der Entleihung verpflichtet sich der Leser, die Bücher schonend zu behandeln, jedes Einschreiben zu unterlassen und nicht mit angefeuchteten Fingern umzublättern.
  • Die Bücher sind in Papier einzuschlagen und im Einschlag zurückzubringen.
  • Der Leiter der Bücherei ist verpflichtet, Leser, welche die Leseordnung nicht einhalten, von der Benützung der Bücherei auszuschließen.
  • Kommt dem Entleiher ein Buch abhanden, geht es verloren oder wird es unbrauchbar, so ist er verpflichtet, es neu zu ersetzten.

Am 2. März 1925 wird vermerkt, dass an Beiträgen von 68 Lesevereins-Mitgliedern 17 Reichsmark eingegangen sind und in die Gemeindekasse eingezahlt wurden.

Buchtitel, die 1924 für die Gemeindebücherei beschafft wurden

Durch die Rechnungen aus dem Jahr 1924, die im Gemeindearchiv Wannweil im Original erhalten geblieben sind, können wir uns ein Bild machen aus welchen Buchtiteln die Erstausstattung der Gemeindebücherei Wannweil bestand. Die meisten Titel sind auch 2014 noch bekannt.

Schon am 8. August 1924 wurden folgende Bücher geliefert: Storm, „Novellen“. Da war sicher der legendäre „Schimmel­reiter“ dabei. Alexis, “Der Werwolf“, Mörike Erzählungen. Dieser Band erhielt die Inventar-Nr. A 51, wie Hauptlehrer Saur fein säuberlich auf der Rechnung vermerkte. Gottfried Keller, „Die Leute von Seldwyla“, Ludwig, „Die Heiterethei“. Jedes Exemplar kostete 2 Mark.

Am 21. August. 1924 wurden aus dem Alt-Buchhandel geliefert: Beecher-Stove, „Onkel Toms Hütte“, Bulwer, „Die letzten Tage von Pompeji“, Cooper, „Der Wildtöter“, Dickens, „Oliver Twist“, Eckstein „Humoristischer Hausschatz“, Hauffs bekannter Roman „Lichtenstein“ erhielt die Inventarnummer A 31. Martin: „Deutsches Heimatglück“, Mügge, „Der Vogt von Sylt“, Scheffel „Eckehart“, Tolstoi, „Die Auferstehung“, Daniel Defoe „Robinson Crusoe“, welches einst jeder Junge las.

Am 4. Februar 1925 kam ein Buch „Die Amerikafahrt“ für 3 RM hinzu. Am 27. Januar 1925 lieferte die Franckh´sche Verlags­buchhandlung Stuttgart das Exemplar „Der praktische Radio-Amateur“ für 5,50 RM. Damals steckte die Entwicklung des Radios noch in den Kinderschuhen! Am 26. Mai 1925 wurden für das Exemplar „Herz der Heimat“ 5,50 Mark in Rechnung gestellt. Diese nun fast 90 Jahre alten Rechnungen dokumentieren den Anfangsbestand der Gemeindebücherei Wannweil. Natürlich haben diese ersten Bücher die Zeitenläufe nicht überdauert.

Die Jahre 1933 und 1945 sollten wesentliche Einschnitte in den Buchbestand der Gemeindebücherei Wannweil bringen. Ab Mai 1933 wurde die Ortsbücherei von Büchern marx­istischen Inhalts gesäubert. Konkrete Maßnahmen dieser Art sind im Gemeindearchiv nicht dokumentiert. Der Mitverfasser B. Walldorf weiß jedoch von einer anderen, Jahrzehnte nicht mehr genutzten Ortsbücherei, dass die Beschaffung kriegs­verherrlichender Literatur mit zunehmender Dauer des Zweiten Weltkrieges inflationsartig anstieg.

Am 28.Juli 1944 beschäftigt sich der aus 6 Nationalsozialisten bestehende Gemeinderat mit der Ortsbücherei.

„Die hiesige Ortsbücherei liegt schon seit etlichen Monaten ohne jegliche Pflege und Weiterführung im Adolf-Hitler-Haus. (heutiges Gemeindehaus). Gerade in der jetzigen Zeit, wo alle Kräfte bis zum Letzten eingespannt sind, wäre es sehr erwünscht, sich mit einem guten Buch einige Abendstunden verschönern und dadurch einige Stunden Entspannung finden zu können. Herr Karl Rein hat sich bereiterklärt, die Bücherei wieder in Ordnung bringen zu wollen und auch die Ausgabe der Bücher an die Bevölkerung zu übernehmen“. Nach Beratung mit den Gemeinderäten fasst der stv. Bürgermeister die Entschließung:

  1. Herrn Karl Rein im Adolf-Hitler-Haus die Pflege und Weiterführung sowie die Anlegung einer Kartei und die Ausgabe der Bücher an die Bevölkerung zu übertragen.
  2. Ihm für diese Tätigkeit monatlich 10 RM Entschädigung zu bezahlen“.

Nach dem Umsturz ist die Ortsbücherei Gegenstand folgender Verfügung vom 29. November 1945:

Die hiesige Ortsbücherei wurde in Ausführung des Erlasses des Reutlinger Landrats vom 14.10.1945 betr. Säuberung der Büchereien von nationalsozialistischen und militaristischen Einflüssen einer Überprüfung unterzogen. Die Ortsbücherei wurde durch Erlass des Herrn Landrats vom 11. Nov. 1945 freigegeben. Es ist nunmehr empfehlenswert, dass die Lesegebühr im niederen Rahmen gehalten wird, damit jedermann in der Lage ist, die Bücherei in Anspruch zu nehmen. Als Büchereiverwalter ist der Verwalter des Gemeindehauses Rein vorgesehen. Der kommissarische Leiter der Außenstelle (Wannweil) verfügt:

  1. Die Lesegebühr pro Buch auf RM -.15 festzusetzen. Der Verwalter Rein hat die Gebühren monatlich abzurechnen. Die Gebührenkontrollen werden von Fall zu Fall durch ap. Stadtinspektor Schill durchgeführt.
  2. Dem Verwalter Rein für seine Tätigkeit eine monatliche Belohnung von 10 RM aus zu setzen.

Bekanntlich gehörte Wannweil von Mai 1945 bis 1948 mit zahlreichen weiteren Umlandgemeinden, insbesondere Pfull­ingen, zur Stadt Reutlingen.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es in Wannweil noch weitere Büch­er­eien. Die Schülerbücherei war zunächst im alten Schulhaus Eisenbahnstraße untergebracht, bevor sie 1957 in die Uhland­schule umgezogen ist und dort bis Mitte der 60-er Jahre bestand. Die Evangelische Kirche hatte auch eine Bücherei mit regelmäßigen Ausleihzeiten, diese wurde Ende 1994 mangels Besucher aufgegeben, obwohl jedes Jahr aktuelle Bücher angeschafft wurden. Beim Schreibwarenhändler und Buch­drucker Karl Eissler konnte man im Ladengeschäft auch eine Zeit lang Bücher ausleihen. In den Zeiten, als der Fernsehempfang mit nur einem Programm sogar ein Luxus war, wurde viel gelesen.

Natürlich kann nicht mehr nachvollzogen werden, welche Personen in den 90 Jahren die Bücherei leiteten. Mit Schreiben vom 31. Juli 1979 an Bürgermeister Scherret und den Gemeinderat, tritt der frühere Bürgermeister Willy Obermüller (Lebenszeit 1899 bis 1984, Dienstzeit als Bürgermeister 1949 bis 1966) als langjähriger Büchereileiter zurück. Was über Jahrzehnte hinaus genau geführt wird bis heute, ist die Benutzerstatistik. Damit kann die Ortsbücherei stets ihre Existenz nachweisen. Obermüller stellt 1979 fest: „Die etwas geringe Zahl der Erwachsenen, insbesondere der Männer, erklärt sich aus der beruflichen Inanspruchnahme sowie in Haus und Garten und der Tätigkeit in den Vereinen.“

Beim Umzug ins neue Rathaus im Oktober 1996 erhielt die Gemeindebücherei eine neue Ausstattung und großzügige Räumlichkeiten. Sie erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. 14.985 Medien und drei Mitarbeiterinnen stehen an drei Tagen wöchentlich zur Verfügung. Rund 1800 Besucher kommen jedes Jahr in den Genuss unterschiedlichster kultureller Veranstaltungen.

Aus diesen Quellen lässt sich nachweisen, dass die Ortsbücherei seit 1936 bis 1996 (Umzug ins neue Rathaus) im Gemeindehaus untergebracht war. Die Probleme in den 90 Jahren waren eigentlich immer dieselben: Aktualisierung des Buchbestandes, Finden eines geeigneten Leiters und Werbung für die Nutzung der Ortsbücherei.

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Gemeindebücherei 1992 im Untergeschoss des Gemeindehauses mit der damaligen Büchereileiterin Ulla Bender

Ausstellung im Rathaus Wannweil letztmals am kommenden Sonntag zu sehen

„Grüße aus dem Schützengraben, Wannweiler im Weltkrieg 1914/1918“
Die Ausstellung „Grüße aus dem Schützengraben, Wannweiler im Weltkrieg 1914/1918“ wird letztmals am kommenden Sonntag, 12. Oktober 2014, von 13:30 bis 17:30 Uhr im Rathaus Wannweil zu sehen sein.
In dieser Ausstellung der Geschichtswerkstatt Wannweil werden Feldpostkarten und Fotos vom Kriegsalltag gezeigt sowie Gegenstände, welche alle einen Bezug zur Region, besonders aber zu den ehemaligen Soldaten unserer Gemeinde herstellen. In den begleitenden Texten kommen die Kriegsteilnehmer selbst zu Wort.
Die Verbindung zur Heimat wurde mit der (kostenlosen) Feldpost aufrechterhalten. Der Hunger und Verwundete bestimmten zunehmend das Bild. Es gab aber auch Freizeit an der Front. Das bezeugen Fotos vom Baden, vom Musikmachen und von Weihnachtsfeiern. Von den ausgestellten Objekten sind vor allem die originalen Fotos interessant, die Einzelstücke sind und die nicht als offizielle Ansichtskarten vervielfältigt wurden. Die Postkarten unterlagen ja auch der strengen Zensur.
Die Besucher der Ausstellung, insbesondere die Teilnehmer an der Ausstellungseröffnung, zeigten sich begeistert von dieser hochprofessionellen Präsentation, die gar nicht überfrachtet, sondern locker und leicht ist. „Die Bilder und Postkarten werden übersichtlich präsentiert. Die Liebe zu den Details ist einmalig“, meinte u.a. die ehemalige Gerlinger Museumsleiterin Heidi Rothe.
Für ergänzende Erläuterungen stellen sich die Mitglieder der Geschichtswerkstatt gerne zur Verfügung. Sie nehmen auch Anregungen und weitere Gegenstände entgegen, die Sie vielleicht zu Hause noch finden.  (Kontaktadresse: Volker Steinmaier, Telefon-Nummer 07121/958521 oder www.geschichtswerkstatt-wannweil.de)
Nutzen Sie die Gelegenheit, noch einmal einen Teil der vielfältigen Informationen auf sich wirken zu lassen, die Walter Ott im Rahmen der Geschichtswerkstatt in Jahrzehnten zusammengetragen hat.
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Vier Soldaten in ihrer Stube beim Kartenspielen, Foto als Feldpostkarte, Adressiert an Wilhelm Künstle, Ers. Abt. Untertürkheim, 1. Ersatzkompanie

Ausstellung „Grüße aus dem Schützengraben“

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Original-Text
Feldpostkarte an Johannes Hipp, Bahnhofstraße in Wannweil.

Liebe Eltern, falls ihr von Steinmayer und den beiden Hafner, welche in Stuttgart sind, eine Adresse wisst, könnt ihr mir gelegentlich solche mitteilen, damit wenn ich in Stuttgart bin, dieselben besuchen kann. Mit bestem Gruß: Wilhelm
Absender: Gefreiter Wilhelm Hipp, 6. Kompanie, Württ. Landsturm Infanterie-Regiment Nr. 13   (* 9.12.1892) Sohn des Johannes Hipp in der Bahnhofstraße.