Personennahverkehr im 100-Jahre-Vergleich

Ein typischer Personenzug im Jahr 1926: Er ist mit einer Dampflokomotive der Baureihe 91 bespannt, die aus der württembergischen Länderbahnzeit als T 9 bekannt ist. Der Aufnahmestandort ist Wannweil in der Straße „In der Au“. Hinter der Lokomotive ist ein Telegrafenmast mit zahlreichen Drähten sichtbar; die Buchenhecke existiert heute noch.

Aus dem Fahrplan vom Mai 1903 ist ersichtlich, dass die Fahrt von Tübingen nach Stuttgart damals 2 ¼ Stunden dauerte. Der Schnellzug schaffte die Strecke in 1 ½ Stunden. Pro Tag wurden elf Verbindungen angeboten.

Einhundert Jahre später, im Mai 2026, fährt ein Triebwagenzug nach Bad Urach. Die Hauptstrecke wurde bereits 1933 elektrifiziert. Seit 2023 können die Elektrotriebwagen dank der Elektrifizierung der Ermstalbahn sogar durchgehend bis nach Bad Urach fahren. „Die alten Dieselzüge haben ausgedient“, schreibt das baden-württembergische Ministerium für Verkehr. Wie man sieht, stehen jedoch noch nicht genügend neue Elektrotriebwagen zur Verfügung – es wurden sogar alte Dieseltriebwagen der Baureihe 650 im weiß-gelben Landesdesign umlackiert.

Die Fahrzeit von Tübingen nach Stuttgart dauert heute mit dem Metropolexpress im Halbstundentakt eine gute Stunde.

Es wurde derselbe Standort wie 1926 ausgewählt.
Hier fährt der RB 63, die Baureihe 440 ist für Strecken nach Bad Urach und nach Herrenberg vorgesehen.

Der „Ersatz 650er“ in alter DB-Lackierung, alle Züge wurden im Halbstundentakt aufgenommen.
Wird es auch noch umlackiert?